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Tipps für die Nutzung von ELSTER

26.04.2013 - Die Elektronische Einkommensteuerklärung (ELSTER) findet immer stärkere Verbreitung. 2012 wurden zwölf Millionen Einkommensteuerklärungen online abgegeben. Die diesjährige Abgabefrist für Steuererklärungen endet am 31. Mai. Der Hightech-Verband BITKOM gibt Tipps zur Nutzung von ELSTER.

Das Programm ElsterFormular

Für die Abgabe der Steuererklärung per Internet stellt die Finanzverwaltung die kostenlose Software ElsterFormular zur Verfügung. Sie ermöglicht die Dateneingabe in ein elektronisches Steuerformular, die Übernahme von unveränderten Angaben aus dem Vorjahr, eine Probeberechnung der Steuererstattung bzw. Steuernachzahlung und die verschlüsselte Übertragung der Steuererklärung an die Finanzverwaltung über das Internet. ElsterFormular steht auf der Website www.elster.de als Download bereit oder kann bei vielen Finanzämtern als CD-Rom abgeholt werden. Die ELSTER-Komponenten zur elektronischen Erklärungsabgabe sind aber regelmäßig auch in kommerzieller Steuer-Software enthalten. Man sollte darauf achten, jeweils die aktuellste Version der ELSTER-Software zu nutzen.

Technische Voraussetzungen

ElsterFormular sollte auf sämtlichen, auch älteren Windows-PCs zu installieren sein, da die technischen Anforderungen relativ gering sind (mindestens 250 MB freier Festplattenspeicher, mindestens 512 MB Arbeitsspeicher und ein Prozessor mit einer Leistung ab 500 MHz). Unterstützt werden offiziell Windows 7, Windows Vista und Windows XP, ElsterFormular ist aber auch unter dem neuen Windows 8 lauffähig. Apple-Besitzer und Nutzer des Betriebssystems Linux benötigen eine Spezial-Software, die eine Windows-Installation erlaubt – oder sie nutzen das Web-Portal ElsterOnline. Für die Übermittlung der Daten wird ein schneller Internetzugang empfohlen. Zudem ist gegebenenfalls ein Drucker für den Ausdruck von Steuererklärung und Übertragungsprotokoll erforderlich.

Ausfüllen der Steuererklärung

Bei der elektronischen Steuererklärung gibt man die steuerlichen Daten am Bildschirm in Masken ein, die den herkömmlichen Steuerformularen auf Papier entsprechen. Allerdings wird diese Form beim Ausdruck der Erklärung nach Beendigung der Eingaben nicht beibehalten. Dies erschwert die Überprüfung der Eingaben. Die Software der Finanzverwaltung gibt Erläuterungen beim Ausfüllen der Datenfelder und macht darauf aufmerksam, wenn Eingaben fehlen. Sie gibt jedoch keine Tipps, wie Steuern gespart werden können. Beim Ausfüllen der elektronischen Steuererklärung sollte der Anwender sorgfältig vorgehen. Denn wenn der Steuerpflichtige fahrlässig für ihn günstige Eintragungen vergisst, kann dies später nur noch eingeschränkt korrigiert werden.

Übermittlung der Daten

Die Daten werden von ElsterFormular verschlüsselt und mit Hilfe einer gesicherten Internetverbindung übertragen. Für die notwendige Authentifizierung des Antragstellers gibt es zwei Wege. Erstens: Per Unterschrift und Post. Nach der elektronischen Übermittlung der Daten mit ElsterFormular druckt der Anwender die „Komprimierte Steuererklärung“ aus. Diesen Ausdruck sendet er unterschrieben an das zuständige Finanzamt. Der zweite Weg ist das elektronische Zertifikat, mit dem die Steuererklärung papierlos und ohne Unterschrift abgegeben werden kann. Das persönliche Zertifikat erhalten Steuerpflichtige kostenlos unter www.elsteronline.de. Hierfür ist neben den persönlichen Daten nur die Eingabe der Steuernummer erforderlich.

Belege

Übrigens: Belege müssen die Steuerpflichtigen nur dann beim Finanzamt einreichen, wenn dies gesetzlich vorgeschrieben ist. Das ist zum Beispiel bei Spendenbescheinigungen der Fall. Sämtliche Belege müssen aber für eventuelle Rückfragen des Finanzamtes bereitgehalten werden.

redaktionell verantwortlich: mittelstanddirekt